Amerikanische Krebsgesellschaft:
Die Wichtigkeit der Ernährung bei der Krebsprävention
Die amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society,
ACS) publizierte Ernährungsrichtlinien zur Reduzierung des
Krebsrisikos.[1] Sie wurden
durch ein Beratungskomitee von Experten auf der Basis
wissenschaftlicher Beweise über den Zusammenhang von
Ernährung und Krebsentstehung zusammengestellt (Aktualisiert
Ende 1999).
Daraus ging hervor, dass etwa ein Drittel der jährlich
500’000 Krebstoten in den USA ernährungsbedingt sind und
ein weiteres Drittel durch das Rauchen verursacht wird. Das heisst
für Personen, welche nicht rauchen, ist die Ernährung
(nebst körperlicher Betätigung) der entscheidendste Faktor,
den sie selbst beeinflussen können.[2]
Aus der Untersuchung ging auch hervor, dass genetische Faktoren zwar
eine Rolle spielen können, dies aber die Krebsentstehung nicht
alleine erklären kann.
Viele Ernährungsfaktoren können die Entstehung von Krebs
beeinflussen: Art der Nahrung, Nahrungszubereitung, Grösse der
Portionen, Ernährungsvielfalt, ...
Das Krebsrisiko kann durch folgende Massnahmen reduziert werden:
Hoher Anteil an pflanzlichen Nahrungsmitteln (Früchte,
Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte), reduzierter
Konsum von Fleisch-, Milchprodukten und anderer fettreicher Nahrung,
eine angemessene Kalorienaufnahme und körperliche
Aktivität.[3,4,5]
Die Empfehlungen des Expertenkomitees sind in Übereinstimmung
mit den Prinzipien des US Departement of Agriculture (USDA) von 1992,
der Ernährungspyramide (Food Guide Pyramid)[6], den Ernährungsrichtlinien für
Amerikaner,[7] und
Empfehlungen anderer Gesundheitsinstitutionen und
-ämter.[3,8-11]
Obwohl das Komitee der Ansicht ist, dass keine Ernährungsweise
vor irgendeiner Krankheit schützen kann, glaubt es, dass ihre
Empfehlungen die besten Ernährungsinformationen beinhalten,
welche momentan verfügbar sind, um das Risiko an Krebs zu erkranken zu minimieren.
Ungekürzter Originalartikel (engl.)
ACS Richtlinien zur krebsvorbeugenden Ernährung
- Wählen Sie den grössten Teil Ihrer Nahrung von pflanzlichen Quellen.
Essen Sie fünf oder mehr Portionen Früchte und Gemüse täglich.
Essen Sie weitere pflanzliche Nahrungsmittel, wie Brot, Getreide, Reis, Teigwaren oder Bohnen mehrmals täglich. - Beschränken Sie den Konsum von fettreichen Nahrungsmitteln, insbesondere jene tierischen Ursprungs.
Wählen Sie fettarme Nahrungsmittel. Schränken Sie den Konsum von Fleisch, insbesondere von fettreichem Fleisch, ein. - Seien Sie körperlich aktiv: Erreichen und behalten Sie ein gesundes Körpergewicht.
Seien Sie an den meisten Tagen mindestens für 30 Minuten gemässigt aktiv. - Falls Sie überhaupt Alkohol konsumieren, schränken Sie den Konsum ein.
Fussnoten:
- The Work Study Group on Diet, Nutrition, and Cancer: American Cancer Society Guidelines on Diet, Nutrition, and Cancer. CA 1991;41:334-338.
- McGinnis JM, Foege WH. Actual causes of death in the United States. JAMA 1993;270:2207-2212.
- Colditz GA, DeJong W, Emmons K, Hunter DJ, Mueller N, Sorensen G, eds. Harvard Report on Cancer Prevention. Vol. 2: Prevention of Human Cancer. Cancer Causes Control 1997;(8 suppl 1):s1-s50.
- Riboli E, Decloître F, Collet-Ribbing C, eds. Alimentation et Cancer: Evaluation des Données Scientifiques. Paris, France: Tec & Doc-Lavoisier, 1996.
- World Cancer Research Fund and American Institute for Cancer Research. Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: A Global Perspective. Washington, DC: American Institute for Cancer Research, 1997.
- US Department of Agriculture. The Food Guide Pyramid. (Home and Garden Bull 252). Washington, DC: USDA, 1992.
- US Department of Agriculture and US Department of Health and Human Services. Nutrition and Your Health: Dietary Guidelines for Americans, 4th ed. (Home and Garden Bull 232). Washington, DC: Government Printing Office, 1995.
- US Department of Health and Human Services. The Surgeon General’s Report on Nutrition and Health, DHHS (PHS) Publ. No. 88-50210. Washington, DC: Government Printing Office, 1988.
- National Research Council. Diet and Health: Implications for Reducing Chronic Disease Risk. Washington, DC: National Academy Press, 1989.
- US Department of Health and Human Services. Healthy People 2000: National Health Promotion and Disease Prevention Objectives. DHHS (PHS) Publ. No. 91-50212. Washington, DC: Government Printing Office, 1990.
- Butrum RR, Clifford CK, Lanza E. NCI dietary guidelines: Rationale. Am J Clin Nutr 1988;48(suppl 3):888-895.
[Vegi-Info 2004/4 Inhaltsverzeichnis]
Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008
