Unsere vegetarische Katze
14 Jahre lang wohnte ein Katzen-Geschwisterpaar bei uns. Als
wir vor vielen Jahren Vegetarier wurden, versuchten wir auch unsere
Mitbewohner in der Ernährung umzustellen. Es ist uns nicht
geglückt. Als der Kater im Frühling 2000 infolge
längerer Krankheit unser Haus verlassen hatte, um zu sterben (so
auf jeden Fall denken wir, denn wir haben ihn nie wieder gesehen),
kümmerten wir uns weiterhin um die Katzendame, die immer noch
oft Stofftiere unserer Tochter verschleppt und sie wie ihre Jungen,
die sie nie hatte, behandelt. Wir hatten uns ans Leben mit nur einer
Katze gewöhnt und wollten dies nicht ändern. Bis zum 1. Mai
2001!
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Nebst seinem Lieblingsessen rohe Kohlrabi hat
Lucky auch Avocado sehr gern ....
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An diesem Tag war hier Flohmarkt. An einem Stand wurde eine kleine «Handvoll Katze» angeboten. Lucie und ich verliebten uns auf den ersten Blick in das Tier doch wir hatten Michel aus der Sicht verloren und somit gingen wir mit gemischten Gefühlen weiter. Bei einem weiteren Durchgang war die Katze nicht mehr da, und wir fuhren weiter in die Schweiz zu meinen Eltern. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fuhren wir nach Hause und die Katzengeschichte wurde besprochen. Ich war mir sicher, dass Michel sie nicht hätte haben wollen, doch da irrte ich mich. Ich erfuhr, dass ich auf meine Intuition hätte hören können, unserer Katze einen kleinen Artgenossen zu geben. Er meinte, dass es für sie vielleicht gut wäre, ihren Mutterinstinkt ausleben zu dürfen. Wir hielten am Flohmarkt und suchten erneut den Stand, der noch immer keine Katze vorzeigte. Bei meiner Nachfrage erfuhren wir, dass die Katze seit Stunden reserviert sei, doch die Familie hätte sie «noch nicht» abgeholt.
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Lucky frisst Blumenkohl.
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Mein Mann meinte dann, jetzt oder nie, und somit haben wir sie bekommen. Unsere Tochter Lucie hatte eine grosse Freude, als sie abends nach Hause kam. Unterdessen hat sich das Kätzchen schon unheimlich gut bei uns eingelebt. Es war erst 7 Wochen alt und eigentlich viel zu jung, um von der Mutter getrennt zu werden. Gerade ich als Stillberaterin habe mit diesem Gedanken Mühe und Bedenken gehabt. Doch es ist wohlauf und glücklich. Wenn es nach ihm ginge, so könnte es den ganzen Tag unseren Beinen und Händen nachspringen. Garn und Stricknadeln sowie anderes Spielzeug machen es zum Hausschnellsten. Das Beste allerdings ist, dass es (bis jetzt) Vegetarier ist. Am ersten Tag schon hat es Reismilch bekommen. Seine feste Mahlzeit besteht gerade aus Tofu, Reis, Hefeflocken, Tamari und VegeCat (das ich seit langem schon hatte). Sein Lieblingsessen aber sind Spargeln oder rohe Kohlrabi.
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Zwei junge Vegetarier
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Der Teller der anderen Katze, die mit üblichem Katzenfutter
gefüttert wird, steht ebenfalls in der Küche, doch unser
Lucky geht nur an den Teller, um zu schnuppern, macht kehrt und isst
genüsslich seine Avocado oder sein Gekochtes. Wir denken, dass
diese Katze wirklich zu uns gehört. Wo würde sie sonst
vegetarisches Essen bekommen? Leider hat sich unsere alte Katze noch
nicht an den Neuling gewöhnt. Sie beobachtet ihn, faucht und
knurrt gelegentlich (weil er nur Spielen im Kopf hat und sie für
solches zu alt ist) und sucht sich ein anderes Schlafplätzchen.
Kommt er ruhig zu ihr, geht es doch in seinem Übermut und ewigen
Spieldrang... Wir kümmern uns verstärkt um sie und sie
schnurrt dann zufrieden. Hat jemand Erfahrung mit einer solchen
Situation und könnte uns Tipps geben, wie damit besser umzugehen
ist?
Gerne erwarte ich Zuschriften von Euch.
Pascale Parra, Postfach 203, CH-4012 Basel
Tel./Fax 0033/389.81.49.65
E-Mail: lpm.parra@hrnet.fr
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Hallo!
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Man muss sich nur zu helfen wissen
Unsere junge Katze ist wirklich sehr verspielt. Wenn ich im Haus
herum laufe, so kommt es nicht selten vor, dass sie sich an mein Bein
klammert. Hat sie einmal einen Augenblick Ruhe, springt sie bereits
wieder herum, packt irgend etwas, auch wenn es nur ein Schatten ist,
und hat ihre Freude daran.
Nun habe ich neulich unsere Kleider gebügelt. Sie konnte es
nicht lassen und machte sich ans Kabel. Mehrmals versuchte ich, sie
davon fern zu halten, doch hören wollte sie nicht. Ich habe sie
dann in meinen Pullover gepackt, diesen in die Hose gestopft (rundum)
und sie machte zwei Runden, bis sie sich in den Stoff, der herunter
hing, an meinen Bauch legte und genüsslich zu schnurren begann.
Problemlos konnte ich meine Arbeit beenden und am Schluss kroch sie
mir durch den Ärmel wieder heraus.
© Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) | www.vegetarismus.ch | Impressum
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