Gasthof Maygut in Wabern BE erhält V-Label
Vegetarier im Raume Bern dürfen sich freuen: Der
Gasthof Maygut in Wabern erhielt das Europäische
Vegetarismus-Label. Diese Auszeichnung bedeutet, dass in dem
bekannten Gourmet-Lokal fortan auch verschiedene vegetarische Speisen
konsumiert werden können und das Personal über die
vegetarische und vegane Ernährungsweise Bescheid weiss.
Das seit rund eineinhalb Jahren von Rolf und Susan Rüfenacht
geführte «Maygut» in Wabern gilt seit jeher als eine
der besten kulinarischen Adressen in der Region Bern. Bis anhin hatte
sich das Gourmet-Lokal jedoch überwiegend mit traditionellen
Gerichten einen Namen geschaffen; nun ist eine neue Dimension
hinzugekommen: Als erster Gastronomiebetrieb des Kantons Bern hat das
«Maygut» die Lizenz erhalten, entsprechende Angebote auf
der Speisekarte mit dem Europäischen Vegetarismus-Label zu
zieren.
Das Label bürgt für eine hohe fachliche Kompetenz des
Personals – insbesondere der Köche – und eine
seriöse Menüdeklaration. Schon am Eingang wird das V-Label
sichtbar machen, dass ein entsprechend lizenziertes Restaurant
über ein für Vegetarier und Veganer geeignetes
kulinarisches Angebot verfügt. Unangemeldete, stichprobenweise
Kontrollen der SVV bieten den Gästen Gewähr, dass die
Lizenzbedingungen strikte eingehalten werden.
Gasthof Maygut
R. und S. Rüfenacht
CH-3084 Wabern BE
Tel.: 031 961 39 81,
Fax: 031 961 00 98
E-Mail: maygut@bluewin.ch
Internetseite: www.maygut.ch
Artikel zum ersten V-Label-Gastronomiebetrieb in der Schweiz.
Weshalb ein V-Label für die Gastronomie?
Die SVV erhält immer wieder Beschwerden von Vegetariern, die in einem Schweizer Restaurant vegetarisch essen wollten und entweder abschätzig behandelt wurden oder trotz korrekter Bestellung ein Menü mit Schlachtprodukten aufgetischt bekamen. Zum Beispiel servierte ein Restaurant als vegetarisches «Wildgericht» ein Menü mit Speckwürfeln. Auf dessen Speisekarte wurden zudem Geflügel- und Fischgerichte als vegetarisch deklariert. Wenn man aber dennoch etwas Vegetarisches bekommt (z.B. vegetarische Ravioli), muss man dies aus einer Buttersuppe herausfischen, da der Koch offenbar Angst hat, dass man ohne viel tierisches Fett nicht richtig satt werden würde. Dies ist nur ein Beispiel unter vielen. Leider unternahm die Schweizer Gastronomie bisher nichts, um gegen solche Missstände anzugehen. Auch die Kochlehre basiert fast ausschliesslich auf der Fleischzubereitung. Deshalb ist es nötig, Gastronomiebetriebe, welche sich engagiert auch für die vegetarischen Gäste einsetzen, zu fördern, indem man diese der Öffentlichkeit bekannt macht. Viele Vegetarier haben es zwar längst aufgegeben, auswärts zu essen, da sie zu oft enttäuscht wurden. Das vegetarische Label könnte nun aber auch ihnen wieder die Möglichkeit geben, gezielt Gastronomiebetriebe aufzusuchen, welche gerne phantasievolle, schmackhafte, vegetarische Gerichte servieren.
Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008© Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) | www.vegetarismus.ch | Impressum
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