Was wir säen, das werden wir ernten
Jeder denkende Mensch ist sich mehr oder weniger bewusst, dass jede Reaktion eine vorausgegangene Ursache hat. Wenn ich einen Ball wegwerfe, wird er mehr oder weniger kontrolliert da landen, wohin ich ihn werfen wollte. Je aufmerksamer und vorausschauender ich die Umstände und Umgebung miteinbeziehen kann, umso problemloser wird der Ball sein Ziel erreichen.
Wenn der zeitliche Abstand zwischen Ursache und Wirkung unser
Erinnerungsvermögen nicht zu sehr strapaziert, sind wir meistens
bereit, eine Lehre daraus zu ziehen, sofern wir einsehen, dass dies
zu unserem Nutzen oder Vorteil ist. Weniger gross ist die
Bereitschaft zum naturgemässen Verhalten, wenn der Nutzen
vordergründig nicht für uns, sondern für ein anderes
Lebewesen ist. Noch schwieriger wird die Einsicht und der Wille zur
Ursachenbekämpfung, wenn der vermeintliche Nutzen zwischen
Ursache und Wirkung verhältnismässig sehr lange dauert. In
dieser Zwischenzeit werden Leidenschaft, Genusssucht und Egoismus
einen Verdrängungsmechanismus einschalten, sodass sozusagen
Hopfen und Malz verloren geht, bis, ja bis die Stunde der Ernte da
ist.
Als die Menschen den Hochwald rodeten und nachher Lawinen
herunterdonnerten und viel Leid brachten, wurde mit
Lawinenverbauungen geflickt, anstatt die Alpen wieder aufzuforsten.
Die subventionierte Landwirtschaft ermöglicht Viehzucht an den
unmöglichsten Orten.
Wenn die Kühe an Rinderwahnsinn zugrundegehen, weil diese reinen
Grasfresser mit Tiermehl gefüttert wurden, wird nach einer
gewissen Einsicht in einigen Ländern kein Tiermehl an die Rinder
verfüttert, aber weiterhin an Schweine und Hühner. Die
Menschen wollen Fleisch, Fleisch, Fleisch, bis es ihnen langsam
dämmert, dass ein Zusammenhang besteht zwischen Fleischgenuss
und vielen Menschenkrankeiten. Auf der materiellen Ebene ist es
relativ einfach, das Schöpfungsgesetz von Ursache und Wirkung zu
erkennen. Alle grossen Religionen weisen auf dieses Gesetz hin. Auf
der seelisch-geistigen Ebene können uns grosse Philosophen und
Religionsführer Erkenntnisse vermitteln, die klar aufzeigen,
dass wir für jedes Unrecht, jede Untat, wie z.B. das Töten
von Lebewesen, eine entsprechende Reaktion, sprich
Schicksalsumstände ernten werden, die wir möglicherweise
aus Unwissenheit als ungerecht erleben.
Lernen und bemühen wir uns, uns danach auszurichten.
Wir arbeiten heute an unserer Zukunft.
Ella Läuffer
Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008
