Editorial zu Vegi-Info 1/99
Osterzeit
Liebe Leserinnen und Leser,
Dieses Heft ist aus aktuellem Anlass dem Thema Eier gewidmet, und
betrachtet deshalb dieses Produkt näher. Vielleicht gelingt es,
Ihnen die bunten Ostereier "schmackhaft" zu machen, die jetzt
überall herumliegen, damit wir nach ihnen greifen, im Supermarkt
und in Gaststuben, und schliesslich in all den vielen
Osterverstecken, die die Kinder landauf landab beglücken.
Ich habe mir ernsthaft überlegt, ob ich Ihnen im Gegenzug den
Appetit auf Schoggi-Osterhasen etwas vermiesen soll, denn
schliesslich stammen sie fast alle aus industrieller Tierproduktion,
werden im Einkaufszentrum in Massentierhaltung ohne Auslauf gehalten
bis sie schliesslich von den Schokoladeliebhabern gekauft und nach
mehr oder weniger langer Wartezeit von ihren Leiden erlöst
werden. Oder haben Sie schon mal Bio-Osterhasen aus Freilandhaltung
gesehen? Ich nicht.
Der Vegi-Kongress wartet mit einem interessanten und vielseitigem
Programm auf, bei dem auch Ausflüge nicht zu kurz kommen. Da die
Ausschreibung nicht überall gleichzeitig erfolgte, laufen
bereits zahlreich Anmeldungen ein. Warten Sie also mit Ihrer eigenen
Anmeldung nicht zu lange, wenn Sie noch ein Bett möchten und
nicht gewohnt sind, als Clochard unter einer Brücke zu
übernachten. Da der Rhein manchmal Hochwasser führt,
könnte es nämlich geschehen, dass Sie am nächsten Tag
zwar frisch gebadet aber nicht unbedingt ausgeruht zum Kongress
erscheinen. Falls Sie immer wieder die Ausschreibungen für
Meraggia lesen und bisher zögerten, dorthin zu fahren, sei es zu
einem Treffen, Kurs oder zur persönlichen Erholung, so kann
Ihnen Meraggia als Ort der Ruhe und Erholung nur empfohlen werden.
Ich kenne keinen Ort, wo Sie so günstig wie in Meraggia
individuelle Vegi-Ferien verbringen können, ausser in Balkonien,
doch müssten Sie hier wahrscheinlich auf die herrliche Aussicht
auf die Tessiner Landschaft verzichten. Und wenn Sie das nette
Bildchen mit dem Mann im Kakibaum gesehen haben, werden Sie den
Meraggia-Giorgi auch erkennen, wenn er mal nicht gerade in den
Kakibäumen liegt. Das wird vielleicht die heiratsfähigen
Töchter aus der geschätzten Leserschaft interessieren.
Auf dem Gebiet der vegetarischen Fast-Food-Verpflegung tut sich was,
nicht nur in Schweden und Österreich, sondern auch bei uns in
der Schweiz.
Auch die vegetarischen Feinschmecker kommen nicht zu kurz. Für
sie gibts jetzt einen Gourmet-Führer, der – nein lesen Sie
selbst, sonst habe ich Ihnen schon alles vorgekaut, und Sie brauchen
das Heft gar nicht mehr zu lesen. Das wäre wirklich schade.
Ich wünsche Ihnen angeregte Lektüre und frohe Ostern, mit
neuen Ideen.
Herzlich Ihr
Fredy Forster
SVV-Vize-Präsident
© Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) | www.vegetarismus.ch | Impressum
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